Der Rawtrip! Der erste seiner Art und daher für mich eine Art Legende, aus der ich immer gerne mal wieder kleine Geschichten erzähle. Im September 2014 (ist das wirklich schon wieder so lange her?) bin ich also zum ersten mal zu einem waschechten Fototrip mit dem Wohnmobil aufgebrochen. Dabei waren Simon Markhof und Christian Simmerl. Zu dritt haben wir ein paar Wochen zuvor einen kleinen Workshop für Fotografen aus unserer näheren Umgebung veranstaltet. Dabei ist zwar nicht all zu viel Gewinn übrig geblieben, aber was soll’s? Es hat viel Spaß gemacht, den sehr interessierten Teilnehmern unter die Arme zu greifen und ihnen ihre Fragen zu beantworten. Was dabei aber dann doch an finanziellem hängen blieb, haben wir kurzerhand direkt in die Miete eines Wohnmobils für ein ganzes Wochenende investiert. Vermutlich das beste Investment meines Lebens, so viel kann ich schon mal verraten. Der Chris hat das ganze Wochenende gefilmt und dann dieses schöne Video erstellt. Schaut es euch an!

An einem Freitag ging es dann also zum Wohnwagen-Vermieter des Vertrauens, oder besser gesagt zum ersten Wohnwagen-Vermieter bei dem zumindest ich je war. Kurze Einweisung und schon konnte es losgehen. Unsere Ziele war zuerst einmal die Rakotzbrücke bei Kromlau. Angekommen sind wir dort leider aber erst im Dunkeln, weshalb eine abendliche Fotosession leider erstmal ausfiel. Früh morgens an der Rakotzbrücke zu stehen hat aber durchaus seinen Reiz.

Rakotzbrücke im Morgenlicht

Wir haben uns dort eigentlich recht lange aufgehalten und die Rakotzbrücke bei diesem gigantischen Morgenlicht von allen Seiten ausgiebig fotografiert. Als das Licht dann aber wieder schlechter wurde, brachen wir zurück zum Wohnmobil auf und sind zuerst einmal frühstücken gefahren. Endlich! Der morgendliche Kaffee… Wie ich es nur so lange ohne ihn ausgehalten habe.

Alte Bastei Sächsische Schweiz Sonnenaufgang

Der Rawtrip konnte weitergehen. Und zwar in Richtung Sächsische Schweiz. Das schöne Elbsandstein-Gebirge gibt natürlich etliche gute Landschafts-Fotomotive her. Zuerst ein kurzer Abstecher auf die Schrammsteine, ging es dann gleich weiter zur Alten Bastei, in deren Nähe wir die Nacht verbrachten um möglichst früh, vor Sonnenaufgang, vor Ort sein zu können. Und was soll ich sagen? Es hat sich mehr als gelohnt! Der Sonnenaufgang in Verbindung mit herbstlichem Frühnebel war einfach gigantisch.

Die perfekten fotografischen Bedingungen hielten sehr lange an, an diesem Morgen. Auch als die Sonne den Nebel langsam zum Aufsteigen zwang, wurde die Situation nicht schlechter. Nur eben anders. So haben wir uns auch hier wieder sehr lange aufgehalten und die verschiedensten Motive eingefangen. Die Aussicht von der Basteibrücke über dem Nebel, die Basteibrücke selbst mitten im Nebel… dabei habe ich ganz vergessen, dass mir schon wieder der Kaffee fehlt! Am frühen Vormittag haben wir die Session dann abgebrochen und den relativ weiten Heimweg angetreten. Noch irgendwo schnell einen dieser kapitalistischen Fresstempel aufsuchen und ab nach Hause! Der Rawtrip war leider schon wieder vorbei.

Basteibrücke zum Sonnenaufgang