DESTINATIONS TO DISCOVER

Es gibt auf dieser Welt derart viele und vielfältige Orte, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Hier jeden einzelnen davon aufzulisten würde keinen Sinn machen, da es sich um eine sozusagen unendliche Liste handelt und sich diese außerdem auch oft erweitert und verändert. Natürlich finden sich darauf die klassischen Reisezeile von Naturliebhabern und Landschaftsfotografen, wie Neuseeland, Island, Skandinavien oder Kanada. Im Laufe diverser Trips ist mir jedoch aufgefallen, dass ich von diesen typischen Instagram-Spots oft relativ enttäuscht bin, weil sie in Wirklichkeit gar nicht so pompös wirken wie auf den Fotos im Netz. Selbst wenn doch, ist es nicht mein Anspruch als Fotograf, ein Bild nachzustellen, dass es schon in tausendfacher Ausführung auf Instagram zu sehen gibt. Ich habe gemerkt, dass es mir viel mehr Spaß macht, wenn ich einfach selbst ein bisschen auf Entdeckungsreise gehe. Ich lege mir inzwischen meist nur noch die Region als Ziel fest und vielleicht ein oder zwei bekannte Spots aus dem Netz. Dann fahre ich mit dem Van drauf los und bin manchmal selbst überrascht, wo ich dabei lande.

Andreas Zrenner, Quiraing, Schottland

CHALLENGES TO MASTER

Diese spontane Art zu Reisen führt allerdings schon zu kleineren oder auch größeren Herausforderungen, denen man sich stellen muss. Ein oder zwei Tage ohne Dusche auskommen zu können gehört dabei aber noch eher zu den Selbstverständlichkeiten. Nein, ich spreche da mehr von zwei unangenehmen Umständen, die das Übernachten im Van mit sich bringen. Nässe und Kälte. Ich kann gerade mit kalten Temperaturen recht gut umgehen, aber für meine Freundin wird es dann schon hin und wieder etwas frisch. Wir haben noch keine perfekte und kostengünstige Heizmöglichkeit für den Van gefunden. Wenn man mit dem Zelt unterwegs ist, wird das Thema noch ein bisschen brisanter.

Da ist gute Ausrüstung gefragt und zwar nicht nur der Schlafsack selbst. Hat man atmungsaktive Kleidung für den Aufstieg kommt man schon gar nicht so durchgeschwitzt an und friert dann auch nicht so schnell. Als Unterlage für den Schlafsack spielt eine gute Isomatte eine sehr wichtige Rolle. Der Gaskocher ist dabei auch unerlässlich. Ein heißer Tee nach Sonnenuntergang im Zelt wärmt von innen. Die ersten Male unter freiem Himmel habe ich mir außerdem noch den Kopf über Wildtiere zerbrochen. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass ich bisher kaum welche zu Gesicht bekommen habe, ausser vielleicht einen Steinbock in den Bergen, der dann aber auch weiterzieht.

Andreas Zrenner im Schnee

Ich bin nicht nur gerne zum Fotografieren in den Bergen, nein, auch das Bergsteigen selbst ist eine große Leidenschaft von mir. Es gestaltet sich dann aber von Tour zu Tour unterschiedlich. Manchmal sind es mehr anspruchsvolle Wanderungen, auf denen ich dann auch gerne das Zelt und die Kamera mitnehme. Wenn ich einen Klettersteig mache, bleibt auf jeden Fall das Zelt zuhause und es kommt auch nur eine kompakte Kamera mit in den Rucksack. Ebenso verhält es sich auf richtigen Hochtouren mit Gletscherbegehung. Auf solchen Touren ist die komplette Kameraausrüstung eindeutig viel zu schwer, weil es sich auch ohne meist schon um eine enorme sportliche Herausforderung handelt.

TARGETS TO REACH

Aus fotografischer Sicht setze ich mir eigentlich nicht wirklich Ziele. Zumindest nicht bewusst. Es gibt da keine bestimmten Motive, die ich unbedingt ablichten möchte oder ähnliches. Auch die Teilnahme an Fotowettbewerben sehe ich eher als spaßige Abwechslung. Ich habe mir jedoch selbst als Ziel gesetzt, irgendwann einen oder mehrere Bildbände zu veröffentlichen. Die Themen lasse ich dabei allerdings noch offen. Das Höchste wäre für mich ganz eindeutig, wenn eines Tages ein Bild von mir in einer renommierten Zeitschrift erscheinen würde, beispielsweise in der National Geographic.

Ansonsten gibt des da noch viele andere Träume zu verwirklichen. Einen davon nehme ich noch im Sommer 2018 in Angriff. Die Besteigung des Mont Blanc, der mit seinem 4.810m hohen Gipfel der höchste Berg Europas ist. Noch ein bisschen höher hinaus soll es dann eventuell bei einer Trekkingtour durch Nepal gehen. Auch eine Alpenüberquerung zu Fuß und der Einstieg ins Klettern am Fels stehen noch auf dem Plan. Wie man sieht, dreht sich bei mir vieles um die Berge. Unabhängig davon würde ich auch gerne noch das Nordkap sehen und eine Wüstensafari in Afrika verwirklichen.

Ausruhen im Caddy unter Sternenhimmel