Viele werden sich vermutlich jetzt fragen: „Habe ich richtig gelesen? Eine Gürteltasche? Meint er das ernst?“ Ja, das tue ich tatsächlich. Vor kurzem Stand ich in einem Outdoorladen und meine Freundin meinte, ich solle mir doch mal die Gürteltaschen ansehen. Ich habe mich nämlich schon des öfteren beklagt, dass ich auf Städtetrips oder Konzerten oftmals nicht mehr weiß, wo ich meinen ganzen Hausrat unterbringen soll. Ein riesiger Schlüsselbund, Geldbörse, Smarthphone, Kompaktkamera… Das wird in den Hosentaschen alles doch ziemlich lästig.

Eigentlich fand ich diese Gürteltaschen an Männern immer furchtbar und habe das immer als ein Hipster-Accesoire abgestempelt. Als ich das Ding dann aber in der Hand hatte, empfand ich es schon als ziemlich praktisch und da dieses Exemplar ziemlich geräumig war, kam mir gleich die Idee, das Täschen auch für Fotoequipment zu benutzen. Vor allem, seit ich auf eine APS-C DSLM gewechselt bin und mein Equipment jetzt um ein vielfaches kleiner ist.

Je nachdem, was oder wo ich fotografiere, bin ich unterschiedlich ausgerüstet. In der Landschaftsfotografie habe ich immer mindestens ein Weitwinkel-, Standardzoom- und ein Teleobjektiv dabei. Ein Stativ darf natürlich nicht fehlen und dazu kommen noch diverse Filter von Haida, Ersatzakkus und der ganze Kram eben. Wenn es dann noch auf einen Berg gehen soll muss entsprechend Kleidung und Verpflegung mit rein. Dafür baucht es einen großen Rucksack. Ich nutze immernoch den sehr guten Lowepro Rover Pro 45 AW, den es inzwischen leider nicht mehr zu kaufen gibt.

Für Spaziergänge oder kleinere Wanderungen ohne Stativ hatte ich bisher eine Umhängetasche von Kalahari im Einsatz. Aber auch die ist mir manchmal schon zu groß, zu klobig. Wenn man sich kniet, legt oder vornüber beugt baumelt sie immer recht unbeholfen im Weg rum. Naja, auch nicht in jeder Situation das Gelbe vom Ei.

Seit ich mir diese Gürteltasche als Fotogadget gekauft habe, frage ich mich wirklich wieso ich diese simple Idee nicht schon eher hatte. Bei Spaziergängen mit dem Hund oder bei einem Städtedtrip habe ich nun die Kamera an einer Handschlaufe von Peak Design und in meiner Gürteltasche entweder ein Zoomobjektiv oder zwei Festbrennweiten und dazu noch anderen Kram, wie meine Schlüssel. Ich brauche keinen Rucksack mit mir herumschleppen und bin damit auch in einer beengten Umgebung sehr flexibel. Für den Objektivwechsel muss ich nicht ständig den Rucksack abnehmen und naja ihr wisst schon… Jeder der selbst fotografiert kennt diese Problematiken.

Mit einer Gürteltasche habe ich mehr Komfort für wenig Geld

Inzwischen habe ich sie immer dabei. Selbst wenn ich mit dem großen Rucksack unterwegs bin. Auch dann kann es nicht schaden ein Wechselobjektiv im „Schnellzugriff“ zu haben. Ich muss beim Wechseln nicht mehr den Rucksack öffnen und auch wenn ich auf dem Stativ arbeite, kann ich meine Filter dort kurzzeitig ablegen. Wenn man viel mit ND-Filtern arbeitet, ist das eine große Erleichterung, da man diese meist zum Framing bzw. zum Scharfstellen abnehmen muss.

Probiert es einfach selbst aus. Ich weiß, es ist keine wahnsinnige Innovation, die ich da entdeckt habe. Aber vielleicht geht es dem ein oder anderen wie mir, und er ist bisher einfach noch nicht auf diese Idee gekommen. Mir bringt es ein unheimliches Plus an Komfort beim Fotografieren und das für einen geradezu lächerlichen Preis von 20 Euro. Verglichen mit dem, was man sonst so an Zubehör und Equipment ausgibt sind das doch Peanuts, oder?

Wenn dir die Idee gefällt und du es selbst ausprobieren willst, würde ich mich freuen wenn du diesen Link benutzt. Dann bekomme ich eine kleine Prämie und du hast keine Mehrkosten.